Heppenheim, 09.12.2017, von Sigrid Jahn

THW Jahresabschluss - Katze gefunden, vermissten Mann gerettet

Im Jahresrückblick zeigt sich, dass die Heppenheimer für vielfältige Einsätze gerüstet sind

Ehrungen beim Technischen Hilfswerk (THW): (von links) Geschäftsführer Thomas Könikg, Michael Weiser (20 Jahre), Tobias Wollmann (25 Jahre), Stefan Schäufele (20 Jahre) und Ortsbeauftragter Dirk Schmitt. Foto: Dagmar Jährling

HEPPENHEIM - Sie arbeiten mit Hebekissen, Schleifkorb, Greifzug oder der Schmutzwasserpumpe „Hannibal“, die zwei Tonnen wiegt und 80 Liter Wasser in der Sekunde absaugt. Mit vielfältig einsetzbaren Hilfsmitteln ist der Heppenheimer Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) für alle Eventualitäten gerüstet. Und wenn die Lage vor Ort spezielle Herausforderungen stellt, findet sich im gut bestückten Gerätewagen Werkzeug, um eine geeignete Konstruktion selbst zu fertigen.

Alle Einsätze in einer Präsentation gezeigt

Wie vielfältig die Krisensituationen ausfallen, davon zeugte am Samstag beim Jahresabschluss der Rückblick des Technischen Zugs, der sich aus dem Zugtrupp, zwei Bergungsgruppen sowie der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen zusammensetzt. Zugführer Sascha Kumpf stellte in einer Präsentation alle Einsätze 2017 zusammen: Von Routineaufgaben wie Eigentumssicherungen, wenn zerstörte Fenster oder Türen nach Einbrüchen verschlossen werden müssen, bis zu außergewöhnlichen Höhenrettungen.

Wie am 19. Februar in Rimbach, als eine seit neun Tagen vermisste Katze in 23 Metern Höhe auf einem Baum entdeckt wurde. Feuerwehr und Tierrettung Rhein-Neckar forderten den Heppenheimer THW-Fachberater an. Dem war schnell klar: ein Fall für das Einsatzgerüstsystem (EGS) und den Technischen Zug. Ein Turm wurde aufgebaut und mit Planen bespannt. Ein kleiner Wasserstrahl bewog das Tier, hinunterzuspringen, wonach es flüchtete, aber am nächsten Tag bei der glücklichen Besitzerin wieder vor der Tür stand. Ein weiterer Großeinsatz am 19. Oktober zeigte, wie wichtig enge Zusammenarbeit ist. Ein vermisster Mann in Fürth-Lörzenbach konnte durch gemeinsame Anstrengungen von THW, Freiwilligen Feuerwehren, Rettungs- und Polizeihubschrauber sowie Rettungshunden von DRK Bensheim, THW Viernheim und der Staffel Bergstraße/Odenwald gegen Mittag gefunden und ins Krankenhaus gebracht werden.

„Gemeinsam sind wir stark“, die Devise der 2011 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Heppenheimer Hilfsorganisationen, galt auch für zahlreiche Übungen, in denen neben dem Austausch des Wissens auch die Kameradschaft gefördert wird, um bei größeren Einsätzen ohne Reibungsverluste zu kooperieren. So waren am 22. August 25 Aktive vom Malteser-Hilfsdienst, dem Deutschen Roten Kreuz und der DLRG zu Besuch in der THW-Unterkunft an der Boschstraße, am 23. August wurde mit der Feuerwehr Heppenheim die Rettung von Verschütteten aus Sandhaufen trainiert. Weitere Termine sind für 2018 geplant.

Die entsprechenden Fertigkeiten trainiert schon der Nachwuchs, wobei sich die Jugendbetreuer Frederick Brand und Andreas Bolle über die Leistungsabzeichen in Bronze für Mia Löffler, Henriette Daseking, Lars Keindl, Anton Feitl, Clemens Bartke, Lucas Stumm und Alexandra Benikowa sowie in Gold für Nick-Jonas Krüger freuten. Auch die Minis von sechs bis neun Jahren üben fleißig Erste Hilfe und trainieren in der Halle Schachtrettung. Für den Fuhrpark gibt es bald Verstärkung in Form eines neuen Mannschaftslastwagens.

Ehrungen

Thomas König, Geschäftsführer der Darmstädter THW-Geschäftsstelle, ehrte am Samstag Tobias Wollmann für 25 Jahre Mitgliedschaft sowie Stefan Schäufele und Michael Weiser für 20 Jahre Treue. Er wies auf Umstrukturierungen in der Bundesanstalt ab 2018 hin, eine Reaktion auf die neue Bedrohungslage, wobei er seinen Bereich gut aufgestellt sieht. Bei den südhessischen Ortsverbänden bleibe wohl alles beim alten, personell werde sich nichts ändern.

 

Link:Echo-Online


  • Ehrungen beim Technischen Hilfswerk (THW): (von links) Geschäftsführer Thomas Könikg, Michael Weiser (20 Jahre), Tobias Wollmann (25 Jahre), Stefan Schäufele (20 Jahre) und Ortsbeauftragter Dirk Schmitt. Foto: Dagmar Jährling

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