Heppenheim, 10.05.2018, von Astrid Wagner

Spannender Tag beim Heppenheimer THW

Interessiert klettert Hagen in den Gerätekraftwagen des Heppenheimer THW-Ortsverbandes. „Ich kenn mich schon gut mit Feuerwehr aus. Aber noch nicht mit THW“, erklärt der beinahe Vierjährige Christoph Wöhlert vom Technischen Hilfswerk. Es entwickelt sich ein Fachgespräch unter Männern über die Unterschiede der Kleidung – Feuerwehr ist rot, THW blau. Da passen seine Turnschuhe heute ganz gut, stellt Hagen mit einem Blick auf die blau-weißen Treter fest.

Miniatur-Sandsäcke stoppen die Gartenschlauch-Fluten. Auf echte Hochwassereinsätze ist das THW Heppenheim spezialisiert. Foto: Sascha Lotz

Der Dreijährige ist nur eines von unzähligen Kindern, die sich an Christi Himmelfahrt gemeinsam mit der Familie auf den Weg zum Tag der offenen Tür beim Heppenheimer THW gemacht haben. Denn gerade für den Nachwuchs wird allerhand geboten. Im Hof wird die Hüpfburg belagert. Die haben kurzerhand die Malteser zur Verfügung gestellt, weil die eigene geplatzt war. Man hilft sich nicht nur bei Einsätzen, sondern auch darüber hinaus, hier stimmt das Miteinander. Zwei Tretunimogs drehen ihre Kreise, noch eine Runde, dann sind die nächsten dran. Die Kinder haben mächtig Spaß mit den blauen Plastikautos. Es gibt ein Quiz rund um das THW und bei den Bowhuntern kann man mit Pfeil und Bogen oder dem Blasrohr ins Schwarze zielen.

Gerne wird auch die Gelegenheit genutzt, sich mit überdimensionalen THW-Playmobil-Figuren abzulichten. Das Kinderschminken ist ebenso beliebt, bald hüpfen Schmetterlinge und Vampire über den Hof.

Anton Feitl und seine Kollegen von der THW-Jugend simulieren eine Hochwasser-Situation, ein Szenario, für das die Heppenheimer ausgebildete Spezialisten sind und nicht nur in der Umgebung mit ihrem technischen Gerät und Know-how helfen, sondern auch bei überregionalen Einsätzen wertvolle Hilfe leisten. Bei der Installation müssen selbst genähte Miniatur-Sandsäcke so gestapelt werden, dass das über einen Schlauch einströmende Wasser an dieser Barriere aufgehalten wird. Gar nicht so einfach.

„Kostenlos – für ume“ steht – orthografisch nicht ganz einwandfrei – auf einem Schild, das an einem Tisch mit allerlei THW-Giveaways angebracht ist. Gegen Mittag sind die Bierzeltgarnituren in der Fahrzeughalle und auf dem Hof richtig gut besetzt. Alle genießen das leckere Essen, die Kinder sind beschäftigt. Während man an der Getränkeausgabe Schlange steht, kann man die Bilderwand betrachten. Hier gibt es Szenen von der Deichverteidigung in Biblis zu sehen, von einer Gebäudesicherung in Fürth, einer Hangsicherung in Fischweiher, vom Bundesjugendlager und viele mehr.

Neugierige Blicke ziehen die ausgestellten Fahrzeuge an: die Schmutzwasserkreiselpumpe „Hannibal“ etwa, die mit ihren dicken Schläuchen auch Schlamm wegpumpen kann.

Die Hühner im Garten nebenan picken und scharren weiter, als wäre kein ungewohnter Trubel um sie herum, werden von vielen Kindern genauso interessiert bewundert wie die Einsatzfahrzeuge. Der Bensheimer THW-Ortsverband hat seinen Typenblatt Teleskoplader dabei, der flexibel für kleine Räume und Bergungsaufgaben eingesetzt werden kann. Die „4 in 1“-Schaufel kann schaufeln und greifen – und bis in eine Höhe von 13,20 Metern ausgefahren werden, wie Berno Wenzel erklärt, der Gruppenführer der Fachgruppe Räumen. Auch das Deutsche Rote Kreuz ist dabei, hier kann man einen Rettungswagen unter die Lupe nehmen.

 

MITMACHEN AB SECHS JAHREN MÖGLICH

Beim Heppenheimer THW können schon die Kleinen mitmachen: Die Minis zwischen sechs und zehn Jahren treffen sich jeden zweiten Samstag im Monat zwischen 14 und 17 Uhr, die Zehn- bis 18-Jährigen kommen mittwochs von 18 bis 20 Uhr zusammen. Interessenten können beim Nachwuchs genauso hineinschnuppern wie bei den Erwachsenen, die dienstags von 19 bis 22 Uhr alles für den Einsatzfall proben.

Link: echo-online


  • Miniatur-Sandsäcke stoppen die Gartenschlauch-Fluten. Auf echte Hochwassereinsätze ist das THW Heppenheim spezialisiert. Foto: Sascha Lotz

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