Heppenheim, 01.11.2016, von Johanna Jacobi

Gemeinsamer Ausbildungsabend Heppenheimer Hilfsorganisationen

22 Fahrzeuge mit blauem Blinklicht durch den Kreis Bergstraße

So manch ein Bürger im Kreis Bergstraße war am Dienstagabend erstaunt, als ihm ein Verband von 22 Fahrzeugen mit blauem Blinklicht entgegen kam. Dies war kein Großeinsatz, sondern ein gemeinsamer Übungsabend der Heppenheimer Hilfsorganisationen mit ihren Katastrophenschutzeinheiten und befreundeten Nachbarverbänden. Beim sogenannten „motorisierten Marsch“ (MOT- Marsch) trainierten die Heppenheimer Katastrophenschutzeinheiten das Fahren in der Kolonne.

Hierbei gab es einige Regeln zu beachten. Hauptorganisator der Übung und Leiter Einsatz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Heppenheim und Bensheim sowie stellvertretender Zugführer des Wasserrettungszuges, Thomas Rech, klärte die Helfer zuvor über einzuhaltende Sicherheitsabstände und das Verhalten an einer roten Ampel auf.

„Wichtig bei einem MOT Marsch ist es, dass die Kraftfahrzeuge für Fremde einheitlich gekennzeichnet sind, deshalb haben unsere Helfer vorher beim gemeinsamen Treffpunkt auf dem Europaplatz die Autos nach den aktuellsten Richtlinien beflaggt. Während der Fahrt waren alle Autos ebenfalls durch ihr blaues Blinklicht gekennzeichnet“, erklärten die Heppenheimer Zugführer vom Technischen Hilfswerk (THW) und Deutschen Roten Kreuz (DRK), Sascha Kumpf und Konrad Eisenhauer.

Mit dabei waren die Fahrzeuge der DLRG aus den Ortsverbänden Heppenheim, Bensheim, Biblis und Lampertheim, des Malteser Hilfsdienstes (MHD) mit Autos der Ortsvereinigung Heppenheim sowie dem 2. Sanitätszug Bergstraße, des THW Ortsverband Heppenheim, des DRK Ortsvereinigung Heppenheim und Rimbach sowie  des 2. Betreuungszuges Bergstraße.

Auf die mehr als 60 ehrenamtlichen Helfer wartete eine spannende Tour durch das Kreisgebiet. Nach einer langen Fahrt durch das Ried und einem Fahrerwechsel gab es einen technischen Halt auf dem Festplatz am Berliner Ring in Bensheim. Bestandteil des technischen Halts war die Ausleuchtung des gesamten Platzes, bei dem das Material der Einheiten zum Gebrauch kam. Nachdem der Platz in hellem Licht erstrahlte, nutzten die Ehrenamtlichen die Gelegenheit für ein großes, gemeinsames Gruppenbild.

„Wichtig für uns Führungskräfte der Hilfsorganisationen ist nicht nur der reibungslose Ablauf der Kolonnenfahrt, welcher im Falle eines Großeinsatzes von großer Bedeutung sein kann, sondern auch die gute Zusammenarbeit der Helfer unter den verschiedenen Organisationen.“, so Daniel Böhm, der ehrenamtliche Geschäftsführer des MHD in Heppenheim.  Deshalb wurde die Reihenfolge der Fahrzeuge während der Verbandsfahrt bunt gemischt. Zwischen den Mannschaftswägen der Organisationen fuhren auch die LKWs und Gerätewägen der Katastrophenschutzeinheiten mit.

Nicht nur für die Fahrzeugführer war der Ausbildungsabend lehrreich, denn während der Fahrt konnten sich die anderen Mitfahrer mit dem Umgang mit Funkgeräten und den Regeln beim Funken vertraut machen. Vom Führungsfahrzeug aus stellte Thomas Rech allen Mitfahrern per Funk Fragen zur Technik und Ausstattung auf den jeweiligen Einsatzfahrzeugen. 

„Der Ausbildungsabend war ein voller Erfolg und wir möchten diesen Einsatzfall einmal im Jahr mit allen Heppenheimer Hilfsorganisationen üben“, so Thomas Rech bei der Abschlussbesprechung auf dem Europaplatz in Heppenheim. Er bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen für die Teilnahme und die große Disziplin während der langen Kolonnenfahrt.


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